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Historisches

Die Geschichte der Polizeimusik Wien

Die Gründung des ältesten Polizeiorchesters Europas, der Polizeimusik Wien, wurde am 9. April 1909 durch die Genehmigung von Zentralinspektor Tobias Anger und dem Polizeipräsidenten Karl Freiherr von Brezowsky  ermöglicht. Nachdem bereits in den Jahren davor Versuche unternommen wurden eine Wiener Polizeikapelle  aufzustellen, dies jedoch aufgrund fehlender Musiker  nicht gelang, war es nun soweit.  Polizei-Rayonsinspektor Franz Glanzl wurde mit der Aufstellung einer Musikkapelle betraut,welche nur der Pflege der künstlerischen Eigenschaften der Mitglieder des Wachkörpers entspreche und den Wirkungskreis eines Hausorchesters nicht überschreite.

Zentralinspektor Tobias Anger

Zum ersten Male präsentierte sich die „Wiener Sicherheitswachekapelle“  mit einem Auftritt in „Weigl’s Katharinenhalle“  beim Wohltätigkeitsfest der Wiener Sicherheitswache der Öffentlichkeit.

Franz Glanzl,erster Kapellmeister der Polizeimusik Wien, wurde am 30.10.1878 geboren. Nachdem er bereits als Flügelhornist beim Infanterieregiment Nr.21 diente, trat er 1903 in den Dienst der Wiener Sicherheitswache. Unter seiner Führung wurde bis zu Beginn des ersten Weltkrieges  bei Repräsentationsveranstaltungen, Wohltätigkeitsfesten und sogar im Ausland bei einer Reise nach Haidmühl in Bayern, im Jahre 1913, musiziert.
Nachrichtenblatt des Musikvereins der Wiener Sicherheitswache, Nr.3, 1934, Wien:
„1914 –  Kanonendonner  ließ die Musikinstrumente verstummen, die Tätigkeit des Orchesters wurde sehr stark eingeschränkt. – Und wieder waren es Schüsse, die die Musikkapelle zur Ausrückung riefen – Schüsse, die an jenem unglücklichen 17. April 1919, an Gründonnerstag, in den Straßen Wiens fielen und mit ihnen fielen sechs wackere Wachebeamte in Erfüllung ihrer beschworenen Pflichten. Zum Leichenbegängnis dieser braven Männer, rückte die Musikkapelle zum ersten Male nach dem Weltkriege wieder vollzählig aus.“
In kurzer Zeit wurde das Orchester unter Franz Glanzl als Dirigent weit über die Grenzen Wiens bekannt. Durch Reisen in die Bundesländer und das benachbarte Ausland, auch gemeinsam mit dem „ Gesangsverein der Wiener Sicherheitswache“ sowie bei diversen Aufführungen im Rundfunk, konnte die Öffentlichkeit den hohen Leistungsstandard des Orchesters bewundern. Es entwickelte sich vom „Wirkungskreis eines Hausorchesters“ hin zu einem nationalen Kulturträger.

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